Am 12.12.2019 fand unsere zweite Veranstaltung in Bautzen statt Wir haben uns im selbstverwalteten Jugendclub namens Kurti mit Andrea Kubank, einer Kommunalpolitikerin der Partei DIE LINKE getroffen. In einer familiären Stimmung hat Andrea Kubank uns erzählt, wie die Entscheidungen im Stadtrat getroffen werden, welche Parteien dort präsent sind und wie die Politiker*Innen argumentieren und ihre Ansichten durchsetzen. Darüber hinaus hat Andrea Kubank uns erklärt wie man Kontakt mit dem Stadtrat aufnimmt und welche Möglichkeiten es dafür gibt .

Es war sehr entspannt, wie sie mit den Jugendlichen über ihre Angelegenheiten gesprochen hat. Die Jugendlichen haben Fragen darüber gestellt, wie sie ihre Räume selbst gestalten können und ob sie von der Stadt eine Förderung dafür bekommen können. Es besteht die Gefahr, dass wegen der neuen Sitzverteilung im Stadtrat Bautzen die Förderung für das Kurti gekürzt werden könnte.

Es war sehr entspannend, wie sie mit den anderen Jugendlichen über ihre Angelegenheiten gesprochen hat. Die Jugendlichen haben auf der anderen Seite Fragen darüber gestellt, wie sie ihre Räume selbst gestalten können und ob sie von der Stadt eine Förderung dafür bekommen können. Es gab auch das Gefahr, dass wegen der neuen Sitzverteilung im Stadtrat Bautzen die Förderung fürs Kurti abgekürzt wird.

Nach dem großartigen Input von Andrea Kubank haben die Jugendlichen vom Kurti uns erzählt, wie sie den Jugendclub aufgebaut haben. Die Erzählungen von den Jugendlichen waren sehr interessant besonderes als sie darüber geredet haben, wie sie sich selbst organisiert haben. Sie haben regelrechte sogenannte Ideenkonferenzen (eine Art Jugendparlament) organisiert, bei denen jeweils 80-90 Jugendliche aus verschiedneen Schulen zusammentrafen und sich mittels der Methode „World Café“ über verschiedene Themen ausgetauscht haben. Die Geschichte könnte sehr inspirierend sein und als Vorbild wahrgenommen werden. Die Jugendlichen im Kurti sind sehr selbstbewusst und reden von Politik nicht als externe, sondern interne Expert*innen , weil Politik und politische Teilhabe für sie Teil des Alltags geworden sind.

Bautzen ist eine kleine Stadt und besitzt einen schlechten Ruf wegen der rechtsradikalen Gruppierungen. Die Jugendlichen vom Kurti haben es geschafft, einen Raum für sich selbst und für andere Menschen aufzubauen, wo sie die Gestaltung ihres Lebens, Viertels und der Stadt auf demokratische Art und Weise bestimmen können. Es war interessant, dass die Jugendlichen viele Politiker*innen aus dem Stadtrat mit Namen kannten und Geschichten erzählen konnten. Es hat gezeigt, wie engagiert sie für ihre Interessen sind. Organisation und Mobilisierung ist ein demokratisches Mittel, um eigene Ziele zu erreichen. Der Kurti kann diesbezüglich al Erfolgsgeschichte bezeichnet werden.

Nach der Veranstaltung in Bautzen waren wir als „DEMOcratize“ Team sehr begeistert und haben darüber diskutiert, wie man das Modell in Kurti weiter unterstützen kann und wie wir solche Modelle in der Zukunft in Sachsen verbreiten und fördern können.

Nach der Veranstaltung in Bautzen waren wir als „DEMOcratize“ Team sehr begeistert und haben darüber diskutiert, wie man das Modell in Kurti weiter unterstützen kann und wie wir solche Modelle in der Zukunft in Sachsen verbreiten und fördern können.